Was ist Reittherapie?

Therapiestunde mit Übungen und Spielen
Therapeutisches Reiten (auch Reittherapie) beinhaltet pädagogische, psychologische, psychotherapeutische, rehabilitative und sozial-integrative Maßnahmen, die über das Medium Pferd umgesetzt werden. Zielgruppe sind Kinder, Jugendliche oder Erwachsenen mit körperlichen, seelischen und sozialen Entwicklungsstörungen oder Behinderungen. Die Entwicklungsförderung steht dabei im Mittelpunkt; reiterliche Fähigkeiten sind dagegen eher nebensächlich.

(aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)

Heilpädagogisches Reiten

Die Arbeit mit dem Medium Pferd und das Reiten an sich sprechen den Menschen ganzheitlich und über alle Sinne an. Es fordert körperlich, emotional, geistig und sozial. Die Beziehung zum Pferd spielt im Heilpädagogischen Reiten die tragende Rolle. Der Reittherapeut fördert im Beziehungsdreieck „Klient-Pferd-Reittherapeut“ den konstruktiven Umgang miteinander. Lern-Erfahrungen können auf die Gruppe übertragen und geübt werden. Persönliche und soziale Entwicklung sind das Ziel.
Die Umsetzung erfolgt durch den direkten Kontakt und Umgang mit dem Pferd, das Pflegen des Pferdes, Übungen am und auf dem geführten Pferd, Arbeit im Stall, mit einem Menschen oder in Gruppenarbeit, für Fortgeschrittene beim Reiten und bei Projekten (Reiterspiele, Geländereiten, Wanderreiten).

Heilpädagogisches Voltigieren

Auf dem an der Hand oder an der Longe geführten Pferd werden gymnastische Übungen und Geschicklichkeitsspiele ausgeführt (Voltigieren). Der Bewegungsrhythmus des Pferdes hat eine lockernde, ausgleichende und angstlösende Wirkung, gleichzeitig spricht er auf vielfältige Art und Weise die Wahrnehmung des Reiters an. Durch individuelle Therapieplanung können die individuellen Problematiken gezielt auf die Anforderungen der jeweiligen Behinderung oder Störung abgestimmt werden.

Übungsaufgabe


Die Reittherapie beinhaltet nicht nur das reiten, sondern umfasst die Vorbereitung (Umgebung kennenlernen, gemeinsames holen des Pferdes, striegeln, satteln, auftrensen, etc.), die Zeit mit / auf dem Pferd (reiten, gymnastische Übungen, Geschicklichkeitsspiele, voltigieren, etc.) sowie das versorgen des Pferdes nach dem reiten.

Jede Tätigkeit mit und um das Pferd wird therapeutisch genutzt. Durch diese ganzheitlichen Erfahrungen mit allen Sinnen fördert nachhaltig die persönliche und soziale Entwicklung der teilnehmenden Person.

Für WEN die Reittherapie gut geeignet ist, erfahren Sie hier.